Tyll

Roman

Kehlmann, Daniel

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 Gebunden

6. Aufl.
Deutsch
2018 - Rowohlt, Reinbek

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Inhaltsbeschreibung

    "Tyll", der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann - er veröffentlichte u.a. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du hättest gehen sollen" -, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.

    Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Information

Tyll

Roman

Kehlmann, Daniel

Verlag: Rowohlt, Reinbek , 6. Aufl. (2018)

Sprache: Deutsch

Gebunden, 480 S.

210 mm

ISBN-10: 3-498-03567-3

ISBN-13: 978-3-498-03567-9

KNV-Titelnr.: 64052242

Über den Autor

    Kehlmann, Daniel
    Daniel Kehlmann, wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006, dem WELT-Literaturpreis 2007 sowie zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.

 

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    Daniel Kehlmann (München 1975) wurde als sehr junger Autor mit der ”Vermessung der Welt” schlagartig international berühmt und gefeiert. Zwölf  Jahre nach dem Erscheinen jenes  Romans ist ihm mit „Tyll” wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Mit tänzerischer Leichtigkeit   balanciert der Autor auf dem Zeitstrang der Geschichte, bewegt sich nach vorne und zurück, mischt Fiktion mit historischen Ereignissen und märchenhaften Elementen,  und lässt seine Titelfigur Tyll, inspiriert vom legendären Schalk Till Eulenspiegel des 14. Jahrhunderts, im Dreißigjährigen Krieg als Gaukler durch die verwüsteten deutschen Lande ziehen. Das Bild auf dem Umschlag zeigt eine Karnevalsszene des spanischen Malers Goya und die trifft die grausame Lustigkeit und den schwarzen Humor des Buches genau. Dass dieses Bild erst Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden ist, spielt keine Rolle. Denn auch Kehlmann bedient sich  unbekümmert, aber  mit welch bewundernswerter Meisterschaft, am literarischen Fundus quer durch die Jahrhunderte. Dabei kommen einem die Figuren des Buchs menschlich erstaunlich  nahe: Tyll Ulenspiegel, sein Vater Cornelius, die schwesterliche Freundin Nele, der Jesuit Athanisius Kirchner, und schließlich der als Winterkönig in die Geschichte eingegangene Friedrich V von der Pfalz und vor allem seine schöne kluge Frau, die englisch-schottische Prinzessin Elisabeth. Das sind nur einige der Vielen, die dem Lesenden begegnen werden, denn es ist ein choraler Roman. Und es ist wie ein Wunder, dass keine der Stimmen  überflüssig oder  falsch klingt.  Wenn Sie sich auf dieses Buch  einlassen, wird ihr Interesse geweckt sein. Sie werden den Dreißigjährigen Krieg googlen, sich an den Prager Fenstersturz erinnern, wissen wollen, ob Kirchner und einige andere Figuren wirklich gelebt haben. Ein  großer mutiger und dabei unterhaltsamer Roman über eine sehr grausame Zeit. Man gerät in seinen Sog und bleibt am Ende etwas betäubt, aber auch ein bisschen weiser mit einem neuen Geschichtsverständnis zurück. Dabei Parallelen zur Gegenwart zu ziehen, bleibt jedem offen.