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Guten Tag,

in unserem aktuellen Newsletter "Literatur" haben
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fünf Buchvorschläge mit Rezensionen für Sie
zusammengestellt. Und natürlich finden Sie viele
weitere Romane und Erzählungen direkt auf unseren
Webseiten unter www.buchnet.com.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Schmökern!

Mit besten Grüßen aus Meran

Rainer Schölzhorn,
Buchhandlung Alte Mühle

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Über Nacht.
Ein einziger schicksalhafter Augenblick
verändert Leben.
In ihrem neuen Roman erzählt Sabine Gruber die Ge-
schichte zweier Frauen in zwei
verschiedenen Städten,
Mira in Rom und Irma in Wien. Beide Frauen leben mit
einem
beunruhigenden Verdacht: Mira ist Altenpflegerin
und sorgt sich um ihre Ehe.
Der eigene Mann wird ihr
immer fremder, sie findet sich in der Rolle der Detektivin
wieder, spioniert ihm hinterher. Warum schläft ihr Mann
nicht mehr mit ihr? Irma
zieht ihr Kind allein groß, sie
ist Kulturjournalistin und interviewt Menschen
mit aus-
sterbenden Berufen, stellt sich aber vor allem selbst
Fragen: Wer ist
der Tote, der ihr mit seinem Spender-
organ ein neues Leben ermöglicht? Wie lebt
es sich mit
einem fremden Teil im eigenen Körper? Wie als Über-
lebende? Zwei Frauen
auf Spurensuche, zwei Frauen
voller Liebes- und Lebenssehnsucht. Was verbindet
die
beiden?
„Über Nacht“ ist auch ein Buch über das Alter als
Realität und Utopie, über den
Zufall als Lebens- und
Todesmacht und über die Verquickung von Leben und
Schreiben.
Locker anknüpfend an die Thematik ihres
vielgelobten Romans „Die Zumutung“, erzählt
Sabine
Gruber in ihrer schönen, bilderreichen Sprache von den
Überraschungen
des Lebens und der Willkür des Ge-
rettetwerdens, von der Zerbrechlichkeit der
Liebe und
dem Aufflammen einer neuen, von Freundschaft und
Fürsorge und vom Tod,
der erfinderisch macht.
Sabine
Gruber wurde 1963 in Meran geboren und studierte
Germanistik, Geschichte
und Politikwissenschaft in
Innsbruck und Wien. 1988–1992 Universitätslektorin
in
Venedig. Sie lebt in Wien. Sie erhielt u.a. den För-
derungspreis der Stadt
Wien, das Solitude-Stipendium,
den Priessnitz-Preis und den Förderungspreis zum
österreichischen
Staatspreis sowie das Heinrich-Heine-
Stipendium der Stadt Lüneburg und das Elias-Canetti-
Stipendium
der Stadt Wien. Neben Erzählungen, Hör-
spielen und Theaterstücken veröffentlichte
sie die
Romane „Aushäusige“ (1996) und „Die Zumutung“
(C.H.Beck, 2003) sowie
den Lyrikband „Fang oder
Schweigen“ (2002).
ISBN 978-3-406-55612-8 | KNV-Titelnr.: 18069104 |
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Chuzpe.
Die neurotische New Yorkerin Ruth Rothwax ist seit 25
Jahren verheiratet mit dem Künstler Garth und über-
ängstliche
Mutter von drei mittlerweile erwachsenen
Kindern. Ihren Kontrollzwang
und ihre Ordnungsphobie
tobt sie als erfolgreiche Inhaberin der
eigenen Firma,
Rothwax Correspondends, aus. Vor fünf Monaten über-
siedelte
ihr 87-jähriger Vater Edek, Überlebender von
Auschwitz, von Melbourne
nach New York um. Seit dem
gehen sie fast täglich essen. Da
Edek sich langweilt,
beschließt der agile 87-jährige, Ruth in
ihrer Firma zu
unterstützen. Doch sein Temperament stürzt die
Firma
von einem Chaos ins nächste. Ruth will ihre Umwelt
glauben
machen, dass sie von den Eskapaden ihres
Vaters entsetzt ist.
Doch in Wirklichkeit ist sie froh,
dass
er in ihrer Nähe, in
ihrem Leben ist. Doch plötzlich
distanziert er sich. Ruth ist
zutiefst verstört und beun-
ruhigt. Das rätselhafte Verhalten
ihres Vaters klärt sich
auf, als eines Tages unvermittelt die
beiden Polinnen
Zofia und Walentyna auftauchen, zwei Damen in
den
60-igern, die Edek und Ruth während einer Reise kennen
gelernt
haben. Sofort ist Ruth Eifersucht wieder geweckt
hatte sie doch
schon damals den Verdacht, dass Edek
und Zofia hinter ihrem Rücken
eine heiße
Affäre hatten.
Lily Brett gelingt es in „Chuzpe“, schwerwiegende
Probleme auf leichte Art zu
präsentieren, ohne gleich
ins Banale oder Stereotype abzurutschen. Mit dem
emotionalen,
lebensfrohen Edek setzt die Autorin ge-
schickt einen Kontrapunkt zur rational
denkenden
Tochter. Täglich hat er neue Ideen, will sich nützlich
machen, zieht
mit Zofia und Walentyna in eine gemein-
same Wohnung und schnell wird klar, dass
Zofia und er
ein Paar sind. Lily Brett treibt das ganze dann noch in
wahnwitzigem
Tempo zu der skurrilen Idee der Eröffnung
eines Restaurants, dass nur Klopse
in vielen Variationen
anbieten will.
ISBN 978-3-518-41827-7 | KNV-Titelnr.: 16123425 |
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Der Fall Hamilton.
Ceylon in den 30ern des letzten Jahrhunderts: Der junge
Sam gebärdet sich britischer als die Briten. Fassungslos
muß er den Niedergang seiner Ideale, seiner Familie und
auch den der britischen Herrschaft erleben. Mit ihrem
zweiten Buch »Der Fall Hamilton« legt die Singhalesin
Michelle de Kretser einen vielschichtigen Roman über die
Verwerfungen des Lebens vor, brillant geschrieben,tro-
pisch-üppig und überaus feinsinnig.
Sam studiert in
England, wo er schnell lernt, daß er mit seiner Hautfarbe
besser
sein muß als die anderen. Nach seiner Rückkehr
stürzt er sich in eine Karriere
im britischen Justizsystem.
Bis er einen gravierenden Fehler begeht: Zu scharfsinnig
löst er den Fall um die Ermordung eines britischen Tee-
pflanzers. Nicht zwei
Kulis, sondern ein Brite soll den
Mord begangen haben. Nach diesem Vorfall bricht
seine
Karriere ein, immer mehr entgleitet ihm sein Leben.
Sam heiratet eine unansehnliche
Frau mit großer Mitgift,
die er haßt. Und er verbannt seine verarmte Mutter auf
den heruntergekommenen Familiensitz, wo sie in sei-
denen Abendkleidern durch
den Dschungel läuft.
Offen
bleibt am Ende der Fall Hamilton, der wieder aufgerollt
wird. Zu vielschichtig
sind die Verstrickungen von
Kolonialismus und Rassismus. Ungemein klug beschreibt
Michelle de Kretser Sams Fall mit einer wie Urwaldranken
wuchernden Phantasie.
Ihr Roman ist eine beeindrucken-
de literarische Leistung und zugleich äußerst
unterhaltend.
»Sie hatte das Meer zwar noch nie gesehen, aber sie
stellte es sich vor wie die Dummheit der Männer: uner-
meßlich und ewig.«
aus »Der Fall Hamilton«
ISBN 978-3-608-93740-4 | KNV-Titelnr.: 16257018 |
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:: Ruhelos.
Was geschieht, wenn alles, was man über seine Mutter
zu wissen glaubte, sich plötzlich als Trugbild erweist?
In
dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin,
dass ihre Mutter Sally in Wirklichkeit Eva Delektorskaja,
eine russische Emigrantin und ehemalige Spionin, ist.
Oxford, 1976. Ganz England stöhnt über die Hitze, doch
Ruth Gilmartin ist vor allem um ihre Mutter besorgt:
Ständig beobachtet Sally den Wald hinter ihrem Garten,
das Telefon beantwortet sie nur nach vereinbartem
Klingelsignal und das Haus verlässt sie - obwohl unver-
sehrt - nur im Rollstuhl.
Schließlich eröffnet sie ihrer
Tochter, dass jemand sie töten wolle. Ihr wahrer
Name
sei Eva Delektorskaja und sie habe im Krieg als Spionin
gearbeitet. Paris,
1939. Eva, eine schöne russische Emi-
grantin, wird von dem geheimnisvollen Lucas
Romer für
den britischen Geheimdienst angeworben. Sie soll die
Arbeit ihres geliebten
Bruders Kolja, der von den Nazis
ermordet wurde, weiterführen. Unter Romers Anleitung
wird sie zur perfekten Spionin ausgebildet, die schnell
lernt, sich zu verstellen
und - niemandem zu trauen.
Ruhelos ist ein Spionageroman und literarisches Meister-
werk.
Es vereint die emotionale Intensität eines Ian
McEwan mit der Spannung eines
John le Carré. William
Boyd stellt die zutiefst beunruhigende Frage, wie gut
wir
einen Menschen jemals kennen können, und verwickelt
den Leser in ein durchtrieben-doppelbödiges
Spiel.
ISBN 978-3-8270-0692-9 | KNV-Titelnr.: 17994565 |
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Unter Paaren.
Zwei Tage und eine Nacht im Mai in einem aufwendig
renovierten Haus am Waldrand: Per und seine Freundin
Rafa, erfolgreich und mittleren Alters – Per sucht aller-
dings gerade eine neue
Stelle, und Rafa wohnt nicht bei
ihm –, erwarten den Besuch von Pascal, Pers
bestem
Freund aus früheren Zeiten, und seiner Begleitung, der
deutlich jüngeren
Spanierin Inita. Es gab einmal eine
Situation, in der sich Rafa zwischen Pascal
und Per ent-
scheiden mußte und Per gewählt hat. Allerdings erfuhr
Per nie, was
sich wirklich zwischen Rafa und Pascal abge-
spielt hat. Jetzt bricht alles wieder
auf, treten alte Span-
nungen zutage und kommen neue hinzu, etwa Pascals
Angebote
an Rafa und Pers Lust auf die kühle, sehr an-
ziehende Inita. Die zwei Tage dort
im Haus
werden alles
auf den Kopf stellen, ein Junge, der sich
immer in der
Nähe
herumtreibt, wird von sich reden
machen und Inita
verschwinden …
In seinem neuen,
subtil erzählten und
raffiniert, auf zwei Zeitebenen
arrangierten
Roman
schafft Thomas Lang eine Art
Laborsituation, er stattet
seine Figuren mit
dem Sprachgebrauch des Bescheid-
wissens aus und überantwortet sie einer umso
größeren
Unwissenheit. Spannend und dicht, atmosphärisch und
präzis erzählt „Unter Paaren“ von
Affären und Beziehun-
gen, von der
Liebe in der Jetztzeit, von der Macht der
Dingwelt
und
der Ohnmacht fremd gewordener Gefühle.
Ein anspielungsreicher Roman, der
eine ganze Tradition
anklingen läßt, von den „Wahlverwandtschaften“ bis zu
Mike
Nichols’ Film „Hautnah“.
ISBN 978-3-406-55610-4 | KNV-Titelnr.: 18069080 |
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